Historie
Der eigentlich Ursprung des Cavalier King Charles Spaniel ist unbekannt. Allerdings dürfte es als sicher anzusehen sein, das die Wiege der heutigen Cavaliere im höfischen England Charles I. und Charles II. lag; wenngleich auch an anderen europäischen Königshöfen kleine "Toy-Spaniel" als Luxusspielzeug für die Damenwelt außerordentlich beliebt waren. König Charles I und sein Nachfolger Charles II standen Pate für den Namen "King Charles Spaniel".
Dies wird auch durch Bilder alter Meister eindeutig dokumentiert, wie z.B. von van Dyk, der den Cavalier-King-Charles-Spaniel zum Freund der Kinder prägte auf seinem Bild "Kinder Charles I.". Zahlreiche Gemälde aus dieser Zeit zeigen kleine Spaniels, die Gruppen von Kindern begleiten, auf dem Schoß adeliger Damen sitzen oder an den Rändern von Bildern auftauchen, die das Familienleben an Königshöfen in Europa darstellen.
Mit Einzug der Oranier verschwanden die seidenhaarigen Hunde aus dem Palast und wurden nur noch von einigen wenigen vornehmen Familien gezüchtet.
1892 wurde die Rasse erstmals im Kennel-Club-Zuchtbuch (England) eingetragen. Aber zu dieser Zeit hatten die Hunde nicht mehr den Typ wie zur Zeit der Könige Charles. Sie waren kurznasiger geworden. 1926 setzte der Amerikaner Rosewell Eldridge den für die damalige Zeit unglaublichen Geldbetrag von 25 engl. Pfund anläßlich der Cruft's Ausstellung aus, und zwar für den Cavalier-King-Charles-Spaniel alten Typs mit langer Nase.
Wohl bekanntester Gewinner der Prämie war „ANN‘S SON“, der den Preis gleich dreimal in Folge gewinnen konnte und heute noch als Stammvater der Rasse gilt, die dann zur Unterscheidung der kurznasigen Vertreter, die man parallel weiterzüchtete, den Namen Cavalier-King-Charles-Spaniel erhielt.

